Jürgens Elektronik Praxis Grundlagen

Beginnend mit der Grundausstattung des Werkzeugs über die notwendigsten elektronischen Schaltzeichen bis hin zu Elektronik Bauteilen sind hier die wichtigsten Dinge gelistet die ein Elektroniker kennen sollte.

Aber das Allerwichtigste ist:

IMMER SPANNUNGSFREI ARBEITEN

Also immer Netzstecker ziehen, Batterie oder Akku raus, und auch sonstige Spannungsquellen trennen.

Werkzeug Grundausstattung:
  • ein digitales Multimeter (zum Messen von Spannung AC/DC, Strom AC/DC und Widerstand)
  • Messleitungenl, Prüfspitzen und Abgreifklemmen für das Multimeter
  • ein Elektronik Lötkolben oder eine Lötstation
  • Elektronik Lötzinn
  • Entlötpumpe und Entlötlitze
  • ein Elektronik Seitenschneider
  • eine Arbeitslampe (helle Schreibtischlampe)
  • ein Steckboard (Breadboard) für Versuchsschaltungen
  • Verbindungsleitungen für as Steckbord
  • eine Spannungsquelle (Batterie mit Halter oder ein Netzteil oder Labornetzgerät)
  • einen kleinen Kreuz- und einen kleinen Schlitzschraubendreher
  • eine kleine Flachzange
  • eine Lupe
Grössen und Einheiten:
Bezeichnung Einheit Zeichen
Spannung Volt V
Stom Ampere A
Widerstand Ohm Ω
Kapazität (beim Kondensator) Farad F
Induktivität (bei Spulen) Henry H
Leistung DC Watt W
Leistung AC VoltAmpere VA
Arbeit Wattsunden Wh
Temperatur Grad Celsius / Kelvin °C / K
Einheit Zeichen Multiplikator 10er Potenz Wert
giga k x 1000 x 1000 x 1000 10˄9 1000000000
mega M x 1000 x 1000 10˄6 1000000
kilo G x 1000 10˄3 1000
milli m / 1000 10˄-3 0,001
mikro μ / 1000 / 1000 10˄-6 0,000001
nano n / 1000 / 1000 / 1000 10˄-9 0,000000001
pico p / 1000 / 1000 / 1000 / 1000 10˄-12 0,000000000001
Bauelemente Schaltzeichen/Bezeichnung:

R

C

L

F

R


C

L

P

R


C

L

S

R / Pot


C / ELKO

Tr / T

G

R

V / D

V / LED

G

V / D


V / D


V / T

V / T
Bauelemente real:

Widerstand

Veränderbarer Widerstand (Potentiometer "Poti")

Kondensator
Kondensator
Trimmkondensator

Diode

Zener Diode (Z-Diode)
Transistor

Transformator (Trafo)

Glassicherung mit Halter

Spule

LED
Farbringe auf Bauteilen:

Widerstände, Kondensatoren und Spulen sind mit Farbcodes oder Zahlencodes versehen.
Damit kann man den Wert des Bauteils ablesen.

Die Farbcodewerte kann man sich einfach mit folgendem Spruch merken:

1
Eine braune Kastanie
2
Zwei rote Kirschen
3
Drei Orangen
4
ein vierrädriger gelber Postbus
5
Fünf grüne Frösche
6
Eine sechsbeinige blaue Fliege
7
Sieben violette Veilchen
8
EIn achtzigjähriger grauhaariger Mann
9
neun weisse Kegel
0
Null das schware Nichts



 

Steckboard:

Für den Versuchsaufbau einer Schaltung eignet sich hervorragend ein sogenanntes Steckboard oder auch Breadboard. Damit kann man schnell und kostengünstig Schaltungen aufbauen. Der Vorteil dabei ist, dass man Schaltungen rasch umbauen kann falls etwas geändert werden soll, und alle Bauteile sind wieder verwendbar da nicht gelötet wird.

Steckboard / Breadboard

Löten:

Möchte man aber dauerhafte Schaltungen herstellen ist es unumgänglich die Lötkunst zu beherrschen.
Am Besten man versucht seine Lötkunst mit einer Lochrasterplatine und einigen kostengünstigen Bauteilen wie zB. Widerstände.

Lochrasterplatine


Den Lötkolben immer sauber halten indem mat ihn im heissen Zustand des Öfteren mit einem feuchten Schwamm (Lötreinigungsschwamm) oder mit einem Trockenreiniger (Metallwolle) abstreift.

Der Lötkolben sollte nicht zu heiss werden, am Besten eignet sich eine regelbare Lötstation. Die optimale Löttemperatur liegt je nach verwendetem Lötzinn zwischen 310°C und 350°C.

Zum Löten den Kolben auf Löttemperatur bringen, kurz reinigen und ein wenig Lötzinn auf die Spitze geben. Dann mit dem Kolben an die zu lötende Stelle gehen, die Spitze direkt auf das Beinchen des Bauteils halten sodass die Platine und das Beinchen berührt werden, dann auf der anden Seite des Beinchens also gegenüber der Lötkolbenspitze, mit dem Lötdraht die Platine und das Beinchen berühren und etwas Lötzinn abschmelzen. Gerade soviel abschmelzen damit eine "schöne" Lötstelle entsteht.
Einfach gut üben, denn manche Bauteile sind hitzeempfindlich und dann sollte das L öten rasch vonstatten gehen.

Eine korrekt verlötete Stelle

emangelhaft verlötet

Sind die Bauteile verlötet, so kann man sie mit Hilfe von Entlötpumpe und Entlötlitze wieder auslöten um sie später wieder einlöten zu können.

Zum Entlöten zuerst mit der Entlötpumpe arbeiten. Dazu die Entlötpumpe spannen, dann mit Lötkolben und Entlötpumpe gleichzeitig auf die Entlötstelle. Sobald das Lötzinn flüssig ist, die Entlötpumpe entspannen damit das Lötzinn eingesaugt wird.
Die Reste mit der Entlötlitze weglöten. Dazu die Entlötlitze auf die Entlötstelle legen und mit dem Lötkolben über der Entlötstelle die Entlötlitze aufheizen. Sobald das Lötzinn flüssig wird saugt sich die Entlötlitze damit voll.

entlöten mit Entlötlitze

Messen mit dem Multimeter

Ein Multimeter benötigt ein Elektroniker vor allem um Spannungen (Volt), Strom (Ampere) und Widerstand (Ohm) zu messen. Man unterscheidet bei Spannung und Strom AC und DC. AC steht für Wechselspannung/Strom und DC steht für Gleichspannung/Strom.

Die Messleitungen werden immer der zu messenden Einheit und Größe entsprechend angeschlossen, wobei Masse immer auf COM bleibt. Am anderen leitungsende steckt man die Prüfspitzen oder die Abgreifklemmen auf.

ACHTUNG: IMMER SPANNUNGSFREI AN- UND ABKLEMMEN

 

Anschlüsse am Multimeter von links nach rechts:
A = Strom in Ampere Messen max 10A
mA uA = Strom in milliAmpere oder MicroAmpere messen max 400mA
COM = Massepunkt
VΩ = Spannung in Volt, Widerstand in Ohm messen

Messleitungsset mit Abgreifklemmen, Prüfspitzen und Messleitungen